Project Description

Reime, Beats und Breakfast – Donnerbalkan in Dornau 06.03. – 08.03.2015

In einer Band, die aus zehn Leuten besteht, ist es mitunter schwierig, gemeinsame Zeit zum Proben zu finden. Aus diesem Grund versuchen wir, die Münchner Band Donnerbalkan , zumindest einmal im Jahr ein paar Tage für entspanntes Proben ohne Unterbrechung frei zu räumen – in diesem Jahr hatte unsere Sängerin Kathi das Beat & Breakfast im unterfränkischen Dornau herausgesucht. Voller Vorfreude machten wir uns am Freitagmorgen auf zu drei Tagen Probenpower pur.
Nach vier Stunden Fahrt kamen wir an einem inmitten grüner Hügel gelegenen Holzhaus an und wurden von Markus Giegerich herzlich empfangen. Er führte uns durch die mit viel Liebe zum Detail gestalteten Räume, in denen wir uns sofort pudelwohl fühlten. Das riesige Wohnzimmer mit Panoramafenstern und wohlig knisterndem Kamin hatte es uns besonders angetan. Nach diesem Rundgang richteten wir uns häuslich ein: die Girls fuhren zum Einkaufen, die Boys bauten Technik und Equipment auf.
Eine gemütliche Kaffeetafel später begannen die ersten Proben. Im Probenraum jammten Geige, Gesang und Akkordeon, einen Stock höher putzten die Trompeten ihre schnellen Läufe makellos. Schnell merkten wir, wie gut die ruhevollen Räume des Beat & Breakfast unserer Probenarbeit taten. Der erste Abend endete mit einer in der großen Küche zubereiteten Riesenportion Gemüsepasta und anschließender Tanzsession im Wohnzimmer.
Am Samstag stand einiges auf dem Programm: Texte schreiben, alte Songs entrümpeln, neue Songs komponieren, an den Bläsersätzen feilen, Schlagzeug-Grooves auschecken, um schließlich alles in einer ersten Gesamtprobe zu verbinden. Der Proberaum bot uns durch seine gute technische Ausstattung hierzu ideale Möglichkeiten. Nach dem Abendessen – geniale Pizza, von den Herren der Runde kredenzt – probten wir bis spät in die Nacht weiter – was durch die Isolierung des Probenraums auch für die Nachbarn kein Problem war ;-). Diese Freiheit genossen wir sehr. Eine Runde „Nobody’s Perfect“, in der wir nicht nur erfuhren, dass 1856 die goldene 5-Mark-Münze abgeschafft wurde, sondern auch, dass Kant keine Wanzen mochte, krönte diesen schönen Tag.
Am Sonntag nahmen wir die Stücke, an denen wir gearbeitet hatten, im hauseigenen Tonstudio auf. Eine tolle Möglichkeit, zu sehen, was man alles geschafft hat oder wo noch Luft nach oben ist. Ebenso konnten wir so das Probenwochenende abrunden. Am frühen Abend ging es dann wieder ans Abschiednehmen. Reste essen, abbauen, aufräumen, der Katze Tschüss sagen, ein letztes Foto auf der großen Couch machen und dann zurück nach München düsen – den Kopf voller neuer Ideen, das Herz voller Glück nach diesen drei Tagen im Beat & Breakfast.
Lieber Markus, wir möchten uns ganz herzlich bei dir für die Möglichkeit bedanken, uns in deinem schönen Haus fern vom Terminwahnsinn voll und ganz auf die Musik konzentrieren zu können. Nur zu gern nahmen wir hierfür die lange Fahrt von Bayern nach Unterfranken auf uns ;-). Herzliche Grüße von Donnerbalkan.